Pinterest für SEO nutzen

Pinterest-SEO

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Was jetzt folgt, ist eigentlich nichts Neues, sondern wurde schon hundertfach im netz beschrieben: Pinterest als Linkquelle. Ich möchte dennoch – aufgrund meiner eigenen Erfahrungen – das Thema hier noch einmal aufgreifen und auch ein paar Worte dazu verlieren.

Was ist Pinterest?

Pinterest ist ein sogenanntes “Pinboard”. Ein neuartiger Bilderdienst, der doch den Fokus nicht auf das Hochladen der Fotos selbst legt, sondern vielmehr das “soziale” Teilen von Bildern verfolgt: Die Bilder können über einen entsprechenden Button auch von fremden Websites in den eigenen Bilderstream bei Pinterest eingefügt werden, ein Hochladen entfällt.

Nun könnte man tatsächlich argumentieren, dass es auf der einen Seite schon zwei starke Bilderdienste (Picasa und flickr) gibt und auf der anderen Seite für das soziale Teilen von Inhalten ja Google+ und Facebook geeignet sind. Stimmt, aber!

Das Interesse an Pinterest ist derzeit extrem stark.

Sowohl bei den Suchanfragen, als auch bei den tatsächlichen täglichen Visits legt Pinterest – laut Google Trends – derzeit eine ganz ordentliche Performance hin. Das bestätigt meinen Verdacht, den ich schon sein langem hege: Auch Fotografen sind immer stärker daran interessiert, nicht nur Bilder hochzuladen und ggf. noch zu Bildern zu kommentieren. Auch sie wollen einen Schritt weitergehen und eine andere Form der Interaktion beschreiten. Das aber bietet flickr so gut wie nicht, Picasa nur in Grenzen.

Nun könnte man auf die Idee kommen, Facebook oder Google+ könnten diese Aufgabe übernehmen. Das stimmt aber nur zum Teil. Zwar sind diese Angebote vielmehr auf Nutzer-Interaktion ausgelegt, als etwa flickr. Sie legen den Fokus aber auf den gesamten Lebensbereich, nicht aber ausschließlich etwa auf Fotografie.

Hier kommt Pinterest und verknüpft beide Anforderungen: Der Fokus ist auf Bilder gelegt, die Möglichkeit der Vernetzung und Nutzerinteraktion groß. Aber nicht nur Fotografen werden in Pinterest einen tollen Begleiter finden. Vielmehr geht es bei Pinterest um die Verknüpfung von grundsätzlichen Interessen mit Fotos. Das führt dann dazu, dass etwa Bereiche wie “DIY” oder Produktschauen großen Anklang in der noch sehr jungen Community finden.

SEO bei Pinterest

Das macht Pinterest dann auch für den Bereich SEO, bzw. das Linkbuilding so interessant: Bilder müssen nicht manuell hochgeladen werden, sondern können von jeder Website mit einem Klick in den eigenen Fotostream geladen werden. Wenn das getan wird, nennt Pinterest die Quelle. Und das mindestens zweimal.

Etwa bei diesem Beispiel: Ich habe ein Foto (natürlich selbst aufgenommen) meiner “Spielwiese” artikelwissen.info geteilt. Pinterest importiert das Foto dann in den eigenen Dienst, teilt über zwei Links jedoch die Originalquelle des Bildes mit.

Pinterest Pin

Pinterest Pin

Das Tolle: Diese zwei Links sind “follow”, Google folgt diesen Links also. Zudem könnte ein dritter Link noch in der Bildbeschreibung eingefügt werden, auch diese Link wäre dann follow.

Einziges Manko derzeit: Die Indizierung der einzelnen Foto-Seiten durch Google dauert noch sehr lang. Seit Einfügen des Bildes sind bisher weit über 24 Stunden (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels) vergangen, Google hat den Pinterest-Pin bisher noch nicht im Index. Meine bisherigen Vermutungen: Je mehr ein Pin geteilt, geliked und kommentiert wird, umso schneller ist er im Index. Diese Vermutung kann ich jedoch noch nicht belegen.

Denn – das ist das Pinterest-Prinzip: Jedes Foto kann von anderen Nutzern in den eigenen Bilder-Stream gestellt werden. Vergleichbar ist das etwa mit einem Retweet bei twitter. Und das wiederum kann nur positive Auswirkungen auf eine Pin-URL und in der Konsequenz damit auch für den Link zur Originalquelle haben. Wir ein Pin noch zwanzig mal “geteilt” (“Repin”), dann verweisen 20 eigene URLs auf diesen Pin. Die Relevanz für die Suchmaschinen steigt, die Originalquelle bekommt mehr “Linkjuice”.

Links sind follow

Ja, derzeit sind alle Links nach außen “follow”. Es wird jedoch nur eine Frage der Zeit sein, bis Pinterest diese Links auf nofollow setzen wird. Es gibt Vermutungen, das Pinterest das derzeit nur tut, um in der SEO-Welt eine gewisse Relevance zu erhalten. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Vielleicht ist es das auch derzeit einfach ein Thema, dem bei Pinterest derzeit noch keine hohe Relevance zugesprochen wird. Die Zukunft wird zeigen, ob die Links auf follow bleiben.

Wie nun SEO bei Pinterest betreiben?

Das Einfachste wäre aus SEO-Sicht nun, einfach alle Fotos bei Pinterest zu teilen und dann auf Erfolg zu hoffen. Das allerdings wird vermutlich in die Hose gehen. Wie jedes “social network” ist Pinterest auf die Nutzer-Interaktion angewiesen. Schlechte und nichts-sagende Fotos wird daher in der Gemeinschaft auf keinen großen Zuspruch treffen.

Besser ist es daher aus meiner Sicht, nur besonders hochwertige Fotos selbst zu teilen und dafür zu sorgen, dass die in der Community geteilt werden.

Zudem gelten auch bei Pinterest alle sonstigen Anforderungen eines social networks: Selbst folgen, selbst teilen, selbst teilnehmen. Das ist und muss Devise bleiben. Pinterest selbst gibt zudem die Tipps, Bekanntheiten zu folgen, sich einen großen “Follower”-Stamm aufzubauen und Fotos uneigennützig zu teilen.

Hochwertige Fotos

Ganz deutlich zeigt sich: Je hochwertiger das geteilte Foto, umso mehr wird es auf Zustimmung (und damit Erfolg) in der Community stoßen. Ästhetik ist zwar sehr subjektiv. Doch kleine, verpixelte und nichtssagende Bilder sollte man tunlichst vermeiden. Besonders erfolgreich scheinen mit derzeit Fotos zu sein, die eine gewisse Romantik ausstrahlen. Das sind meist gedeckte Farben und ein gesundes Maß an Tiefenunschärfe.

Einladung gefällig?

Wer noch zu Pinterest eingeladen werden will, der solte unter diesem Artikel einfach einen Kommentar hinterlassen (bitte achtet dabei auf die Angabe der richtigen Mailadresse!). Gern lade ich jeden Interessenten ein!

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