Besucher binden

Viel kann man über Traffic lesen: Wie wichtig der sei um im Internet Geld zu verdienen, wie man am einfachsten an Besucher kommt, ja sogar wahre Besucher-Maschinen werden zum Einsatz vorgeschlagen. Das Problem der meisten Vorschläge um Besucher auf die eigene Seite zu locken: Die bleiben nur so lang, wie die Konzepte gedacht sind. Um es auf den Punkt zu bringen: Die meisten Besucher, die auf diese Weise gefangen werden sind nichts wert.

Nutzlose Besucher

Schlechte Besuchsdauer

Schlechte Besuchsdauer

Wahre Trafficwunder – oder Versprechen dazu – gibt es im Internet zu Hauf. Ebooks versprechen den Server zum Glühen zu bringen und der ein oder andere wird sich sicherlich noch an eBesucher.de erinnern. Das Konzept dort: Durch das (automatische) Besuchen fremder Seiten bekam man Punkte, mit denen man dann wiederum eigene Besucher einkaufen konnte. Keiner dieser Besucher hat sich aber jemals die besuchten Seiten überhaupt angeschaut, es konnten bis zu 5 Frames gleichzeitig zum Sammeln von Punkten genutzt werden.

Solche Besucher sind nichts wert: Nicht nur, dass sie sich besuchte Seiten nicht anschauen. Nein, sie zerstören m.E. auch Rankings in den SERPs von Google und Co.

Hochwertige Besucher

Einen hochwertigen, guten Besucher machen vor allem zwei Dinge aus: Die Besuchsdauer und die besuchten Seiten pro Besuch (und die daraus resultierende Absprungrate). Diese zu steigern, sollte im Interesse eines jeden Seitenbetreibers liegen. Wie aber schafft man das? Einige Vorschläge folgen!

Qualitativ hochwertige Artikel und Texte

Qualität ist das, was zählt. Das glaubt nicht nur Google und passt daher in regelmäßigen Abständen den eigenen Algorithmus an. Das glauben alle, die im Netz nach Informationen suchen. Schrott gibt es im Netz viel, gute und hilfreiche Informationen manchmal zu wenig. Und genau dort musst du ansetzen: Schaffe Artikel mit Mehrwert!

Mehrwert

Besucher binden

Besucher binden

Ein solcher Mehrwert liegt beispielsweise in einmaligen und neuen Informationen, ein Mehrwert kann aber auch in Bildern oder Infografiken liegen. Das Wichtigste überhaupt aber: Man muss Zeitgeist und Verständnis der gesuchten Besucher treffen. Doch jede Information kann noch so gut sein, wenn sie einfach blöd verpackt ist. So spielt etwa der Schreibstil eine nicht unerhebliche Größe und auch Schriftart und -größe können das Besuchsverhalten enorm beeinflussen.

Tipp: Nicht einfach das schreiben, was schon hundert andere getan haben, sondern einen Schritt weitergehen.

Nebeneffekt: Backlinks

Dass (hochwertige) Backlinks eine noch immer große Rolle bei der Beurteilung durch Google – unabhängig von Algorithmus-Änderungen – spielen, dürfte jedem klar sein. Ein netter Nebeneffekt von qualitativ hochwertigem Content ist, dass man genau solche Backlinks für lau bekommt. Mit langweiligen, überflüssigen oder schlecht recherchierten Inhalten wird man diese Links nicht bekommen.

Verwandte Inhalte

Eine immer noch gute Idee ist es, verwandte Inhalte zu verlinken. Verwandt bedeutet, dass sie dem Besucher weitere Informationen zur Verfügung stellen und ihm somit dabei helfen, das eigene Informationsbedürfnis zu befriedigen. Das Verlinken weiterer Informationen kann dabei auf ganz unterschiedliche Arten geschehen.

Links im Text

Hat man bereits zu einem Thema Artikel geschrieben oder findet es sinnvoll, an einer Stelle auf einen alten Beitrag zu verlinken, so sollte man das im Text tun. Wer etwa mit WordPress die eigenen Plattformen betreibt, der bekommt dafür auch gleich ein nettes Tool an die Hand, mit dem alte Beiträge mit wenigen Klicks verlinkt sind.

Doch auch ein Link kann trotz toller Informationen nutzlos werden. Nämlich dann, wenn er blöd verlinkt ist. Ein Link macht nur dann Sinn, wenn er mit einem aussagekräftigen Keyword verlinkt ist und zudem noch einen informativen und weiterführenden Title verpasst bekommt.

Und dämliche Links spart man sich besser gleich. 😉 Mich persönlich ärgert etwa auf großen Nachrichtenseiten das ständige Verlinken auf “Themenseiten”. Da wird in einem Artikel zum Iran das Keyword “Anreicherung” verlinkt, ich erwarte Informationen und einen alten Artikel zum Thema “Urananreicherung im Iran” und erhalte stattdessen eine Themenseite zum Thema Energiegewinnung mit tausenden Informationen, aber eben nicht der gesuchten.

Verwandte Beiträge

Ebenso sinnvoll kann sein, einem Artikel am Ende verwandte Beiträge anzufügen. Mit den richtigen Mitteln geht das auch vollkommen automatisch, so gibt es etwa für WordPress zahlreiche Plugins. Solche Plugins müssen nur einmal installiert und angepasst werden und übernehmen das Anzeigen verwandter Beiträge dann vollkommen automatisch. Alternativ tut es auch ein wenig Programmierarbeit.

Immer gilt aber: Zu verwandten Beiträgen gehört auch ein Bild und die verknüpften Bilder sollten dann auch eine gewisse Relevanz und Aussagekraft haben.

Nervend können hingegen Angebote wie Plista sein, die verwandte Artikel und Werbung so miteinander verknüpfen, dass sie kaum noch auseinander zu halten sind. Das kann zwar zu höheren Umsätzen führen, wird imho die Besucherbindung aber langfristig eher verschlechtern.

Externe Links

Auch externe Links können übrigens helfen und gehören irgendwie dazu. Denn wenn es eine weiterführende Information gibt, dann erwartet der Besucher diese. Unabhängig davon, ob diese Information auf der gerade besuchten oder einer anderen Website zu finden ist.

Im Übrigen herrscht in Deutschland ein Linkgeiz, den ich zuweilen etwas ärgerlich finde, weil er die Auszeichnung guter Websites verhindert. Und: Das Verlinken anderer Seiten verschlechtert nicht die eigenen Rankings bei Google; Im Gegenteil: Es kann auch helfen. Und wer eine andere Seite nicht unterstützen will, aber dennoch auf die Information verweisen möchte, der kann ja immer noch das nofollow-Attribut im Link verwenden.

Fazit

Die hier gemachten Vorschläge sind sicherlich nur ein Anfang und keinesfalls erschöpfend.

Wichtig ist eben nur: Besucher sind nicht gleich Besucher. Meine Erfahrungen in den letzten Jahren waren immer: Auf Schrott verzichten und lieber wenige und dafür gute Besucher bekommen. Das zahlt sich auch langfristig in höheren Besuchszahlen aus; Und auch diese Besucher sind dann hochwertiger.

Auf Ebooks und Traffic-Maschinen aller Art kann man getrost verzichten.

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