Backlinks verkaufen; Das gefährliche Geschäft mit Links

Wer Backlinks verkaufen will, dem winken hohe Einnahmen: Beträge im zweistelligen Bereich sind – sofern die eigene Website die entsprechenden SEO-Faktoren vorweisen kann – keine Seltenheit bei monatlichen Linkvermietungen; Für einen langfristigen Verkauf eines Backlinks können auch schon einmal 3-stellige Beträge winken. Das Problem nur: Google sieht den Handel mit Textlinks gar nicht gern und wüsste ihn gern zu unterbinden. Als Webmaster/Blogger steckt man in einer Zwickmühle: Backlinks verkaufen und hohe Einnahmen sichern oder dafür sorgen, dass das Ranking gut bleibt und auf dieser Schiene Geld verdienen?

Backlinks verkaufen: Verschiedene Anbieter locken

Backlinks verkaufen

Backlinks verkaufen

Wer als Blogger oder Webseitenbetreiber Backlinks verkaufen will, der muss nicht lang nach entsprechenden Vermittlern suchen; Gleich mehrere deutschsprachige Vermittler und Netzwerke versprechen, hohe Einnahmen zu generieren und den Aufwand der Integration zu minimieren. Das nicht alles was glänzt auch Gold ist, müssen Linkverkäufer auch immer wieder merken.

Doch nur zu Übersicht, wo man alles Backlinks verkaufen und kaufen kann, liste ich mal alle mir bekannten Netzwerke hier auf:

Wie funktioniert der Backlink-Verkauf

Grundsätzlich läuft das Verfahren des Backlink-Verkaufs immer ähnlich ab: Nach der Account-Anmeldung muss man eine Website registrieren, auf der die Links verkauft werden sollen. Ist das geschehen, wird die Seite freigegeben. Danach kann ein Script-Schnipsel (bei automatischen Verkäufen) eingefügt werden oder man muss auf die Mail mit der ersten Buchung warten. Das kann – je nach SEO-Werten und Keywords – mal schneller, mal langsamer gehen.

Worauf sollten man beim Link-Verkauf achten

Google mag es nicht, wenn Links verkauft und gekauft werden, um Rankings in der Suchmaschine zu beeinflussen. Das hat einen einfachen Grund: Die Rankings bei Google sollen so natürlich wie möglich entstehen. Gekaufte Links sind aber nicht natürlich entstanden: Der langweiligste Content kann so – prinzipiell – auch mit guten Rankings ausgestattet werden. Google verspricht daher, Linkkäufe abzustrafen und darunter sollen auch die Verkäufer leiden. Inwiefern das aber tatsächlich auch durchgeführt wird, ist fraglich. Denn so recht weiß dann doch niemand, wann Google manuell in die Suchergebnisse eingreift.

Damit man aber nicht erwischt wird, sollte man  – wenn man denn Backlinks verkaufen will – darauf achten, alles so natürlich wie möglich aussehen zu lassen. Das heißt konkret: Links aus Footer oder Sidebar sind (weitestgehend) pfui, Links aus dem Content (sogenannte Contentlinks) sind (weitestgehend) hui!

Keine Sidebar- oder Footerlinks!

Auf den Verkauf von Sidebar- oder Footerlinks sollte man grundsätzlich verzichten. Zwar gibt das Geld, aber der verkauf fällt auch auf. Und dann ist eine Abstrafung (SEOs sprechen hierbei von “Penalty”) umso wahrscheinlicher. Wenn man um die Platzierung von Links in der Sidebar nicht umher kommt, sollte man dann aber wenigstens darauf achten, dass sich die Anzahl dieser Links im Rahmen hält: Je mehr Links, umso auffälliger ist das für Google.

Wenn, dann im Content

Besser geht der Verkauf im Content.

Zwar ist der Link dann auf eine Seite beschränkt, kann aber unauffällig in den eigentlichen Inhalt integriert werden. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass der ausgehende Link auch für den eigenen Content relevant ist.

Doch auch hierbei gilt: Nicht die Masse macht es! Der Verkauf von maximal zwei Links pro Artikel ist deutlich besser geeignet, als der Verkauf von 10 Links. Das gibt (pro Artikel) vielleicht weniger Geld, sichert aber auch die eigenen Rankings

Vorteil von Link-Verkäufen

Der wohl größte Vorteil von Link-Verkäufen liegt klar auf der Hand: Reichen die anderen Monetarisierungsformen nicht aus, um das nötige Kleingeld in die eigene Tasche zu spülen, so kann das Verkaufen von Backlinks hier eine gute zusätzliche Einnahmequelle sein. Fehlen die Einnahmen über Direktvermarktung oder Google Adsense, etc. kann das Verkaufen von Backlinks einen wahren Geldsegen bescheren.

Bei starken Rankings und umkämpften Keywords sind sicherlich zwischen 10 und 20 Euro pro Link und Monat drin, verkauft man einen Backlink auf unbegrenzte Zeit, sind auch dreistellige Beträge denkbar.

Nachteile von Link-Verkäufen

Doch ist es beim Verkaufen von Backlinks wie überall im Leben: Die sprichtwörtliche Medaille hat zwei Seiten; Und diese zweite Seite ist nicht zu unterschätzen.

Auf der einen Seite gibt es da die Krux, dass man bei vielen Backlinkverkäufern keinen Einfluss auf die tatsächlichen Linkpreise hat. Die Wertschätzung einer Arbeit geht dann mit seltsamen Rankingkriterien verloren.

Zum anderen viel bedrohlicher: Wird man erst einmal von Google für den Verkauf von Links abgestraft, sitzt man in der Tinte! Zum einen kommen weniger Besucher durch die eingebrochenen Rankings auf die Seite, das bedeutet in den meisten Fällen sinkende Werbeeinnahmen. Und sind die Rankingkriterien erst einmal schlechter, fehlen auch die zukünftigen Linkverkäufe: Wer will auf einer abgestraften Seite schon noch Links kaufen?!

Backlinks verkaufen – Wenn, dann mit Vosicht!

Wer also Backlinks verkaufen will, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er sich auf einem schmalen Grat bewegt. Und um dort richtig zu balancieren, gilt es, Ordnung zu wahren: Am besten also nur wenige und dafür gut bezahlte Links verkaufen; Am besten nur direkt aus dem Content.

Sidebar- und Footerlinks sollten tabu sein, ebenso wie das Überladen einer Seite mit Textlinks. Lieber also mal einen Link weniger und dafür mehr ausgesuchte setzen!

Und grundsätzlich am besten so agieren, dass niemand Wind von dem Linkverkauf bekommt. Denn es gibt leider auch immer solche, die anderen den Erfolg nicht gönnen und von Googles Meldefunktion Gebrauch machen.

Wer Backlinks verkaufen will, sollte immer daran denken, behutsam vorzugehen.

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Bild: Beth Knittle (flickr, Lizenz)

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