Monthly Archive » September 2012

HochgeschwindigkeitsSEO: Lasst mich mit eurem Scheiß in Ruhe!

Derzeit findet unter dem Keyword “HochgeschwindigkeitsSEO” mal wieder ein SEO-Wettbewerb statt. Neben Ruhm und Ehre gibt es wohl auch ein neues iPhone zu gewinnen. Obwohl ich gar nicht teilnehme, nervt mich dieser SEO-Wettbewerb nur noch.

Eins vorweg: Sorry für diesen Ausraster/Mini-Rant/was auch immer! Ich bin nur derzeit tierisch genervt und muss mir mit diesem Artikel mal etwas Luft machen. 😉

Worum geht’s beim “HochgeschwindigkeitsSEO”?

Nervt: HochgeschwindigkeitsSEO-Contest

Nervt: HochgeschwindigkeitsSEO-Contest

Derzeit gibt es wieder einen SEO-Wettbewerb (der übrigens heute endet). Ziel ist es, mit dem Keyword “HcohgeschwindigkeitsSEO” besonders gut zu ranken. Wem das am besten gelingt, der gewinnt neben reichlich Anerkennung auch das neue iPhone, das wohl auch heute vorgestellt werden wird.

An sich sind SEO-Wettbewerbe aller Art ja eine feine Sache: Ob Teilnehmer oder nur Zuschauer, man kann im besten Falle viel darüber lernen, wie der Google-Algorithmus funktioniert. Das lässt natürlich hilfreiche Rückschlüsse auch auf die eigene Arbeit zu und macht im besten Falle vieles einfacher. Auch deshalb habe ich ja schon selbst einmal aktiv an einem solchen Wettbewerb teilgenommen.

Was ist aus meiner Sicht doof?

So spannend solche Wettbewerbe auch sein können, so nervig war/ist dieser. Statt sich darauf zu besinnen onpage die eigenen Seiten so sehr zu optimieren, dass Google sie ziemlich gut listet, sind einige der Teilnehmer offenbar nach kurzer Zeit zu alt”bewährten” Mitteln zurückgekehrt und nerven vermutlich nicht nur mich damit.

Trackback-, Kommentar-, twitter-, Wikipedia-Spam

Diese altbewährten Mittel scheinen bei manchem noch immer Massenlinks minderer Qualität zu sein. Das stellt nicht nur Karl Kratz in seinen Auswertung fest. Das sehe ich auch tagtäglich bei mir in den verschiedenen Blogs, bei twitter und Facebook, selbst bei Wikipedia ist das Phänomen zu beobachten.

Einige Spam-Kommentare (à la “Wow, tolle Erkenntnis, war mir so noch nicht bewusst”) mit Keyword-Namen und Deeplinks durfte ich gleich zu Beginn des “HochgeschwindigkeitsSEO”-Contest löschen, in den letzten Tage musste ich das immer wieder tun.

Da folgen mir irgendwelche “HochgeschwindigkeitsSEOs” bei twitter gleich mehrfach am Tag, um ja noch einen Follower zurückzubekommen, den sie mit ihren schlechten Inhalten zu Tode nerven wollen.

Da gibt es aber auch diejenigen Wikipedia-“Autoren” die dieses vollkommen unbedeutende Thema irgendwie noch in die freie Enzyklopädie pressen wollen, um ja nur einen Link abzubekommen. Zum Thema Wikipedia und SEO hatte ich mich in anderem Zusammenhang ja schon ausgelassen.

Schade…

Hätte sich die Mehrzahl der Teilnehmer auf eine gute onpage-Optimierung verlassen hätte man vielleicht etwas über Google lernen können. Bei maßvollem Einsatz hätte man vielleicht auch sogar etwas über die Relevanz von Social Media erfahren oder die wahre (“neue”) Bedeutung von Links erkennen können. Nun versinken wohl die meisten Teilnehmer eher in einem Sumpf aus minderwertigen Links von Fake-Accounts, Spam-Kommentaren und irgendwelchen Linknetzwerken und Pyramiden. Über langfristigen Erfolg im Bereich SEO lernt man damit wohl eher nichts. Es hätte so schön sein können.

Die einzige Erkenntnis, die es jetzt vielleicht noch gibt, ist die, ob Google auch nach den Algorithmus-Änderungen immer noch auf diese Billiglinks anspringt.

P.S.: Wer die von mir genannten Techniken bei seiner Teilnahme nicht angewandt hat, der möge mir verzeihen und sich einfach nicht angesprochen fühlen. 😉

Wikipedia – Aus SEO-Sicht

Beim Webmasterfriday wird aktuell gefragt, was man persönlich von Wikipedia hält. Nun will ich keine langen Monologe halten: Natürlich ist Wikipedia toll, hat aber auch Macken (zum Teil verquere Autoren, die es Neulingen schwer machen, im wissenschaftlichen Kontext wird Wikipedia noch immer nicht als Quelle akzeptiert und und und).

Ich will eine persönliche Bewertung der Wikipedia anderen überlassen und an dieser Stelle versuchen, Wikipedia mal aus einer anderen Sicht zu beurteilen. Nämlich aus der der Suchmaschinenoptimierung.

Wikipedia aus SEO-Sicht

Wikipedia SEO

Wikipedia aus SEO-Sicht

Zur Bedeutung von SEO im Webmaster-Alltag will ich hier nicht lang ausschweifen. Martin Mißfeldt hat jetzt erst sehr schön dargelegt, dass SEO neben 4 anderen Faktoren eine gleichberechtigte Möglichkeit ist, Traffic zu generieren. Zur Bedeutung von SEO lest daher bitte seinen Artikel. Ich gehe aber eh davon aus, dass alle Besucher und Leser dieses Blogs eh schon mal davon gehört haben, welche Bedeutung SEO hat und wissen, wie es ungefähr geht. 😉

Es ist daher auch nichts Neues, dass zu einem SEO-Bundle auch (die richtigen) Links gehören. Links aus der Wikipedia gelten dabei seit eh und je als Ritterschlag: Wer es schafft in der Wikipedia einen Link unterzubringen, kann davon ausgehen, dass Google der Seite einen großen Schub an Relevanz für ein bestimmtes Thema zuweist. Auch mit den letzten Algorithmus-Änderungen (Panda, Penguin und Konsorten) hat sich damit meines Erachtens nicht viel dran geändert.

Aber genau da liegt die Krux an der Sache und ein Problem, mit dem Wikipedia massiv zu kämpfen hat.

Spammy Links aus der Wikipedia

Dadurch, dass Google Links aus der Wikipedia eine relativ hohe Relevanz zuteilt wird nämlich dann ein echtes Problem, wenn wirklich jedermann versucht, eigene Links in der Wikipedia unterzubringen. Doch Wikipedia ist eben keine reine Linksammlung sondern basiert auf dem Prinzip gemeinsamer Wissensteilung: Experten aus bestimmten Bereichen verfassen gemeinsam einen Artikel zu einem bestimmten Thema, überarbeiten diesen gemeinsam und verlinken – wie im wissenschaftlichen Kontext – glaubwürdige Quellen zur Untermauerung einer bestimmten These. Das funktioniert meistens gut, manchmal steht in der Wikipedia aber auch einfach nur Quatsch.

Wenn aber selbsternannte Experten zu einem Theme halbgare Wahrheiten schreiben und diese dann mit ihren halbgaren Thesen auf Landingpages etc. untermauern wollen, dann verliert Wikipedia an Qualität. Doch genau das zeichnet Wikipedia bislang ja aus: Wissen auf relativ hohem Niveau. Verliert aber Wikipedia an Qualität, sot täten es in Googles Augen auch langfristig die ausgehenden Links.

Zwar gibt es immer wieder echte Wikipedia-Nutzer, die mangelhafte Beiträge und Verweise ins Nirvana schicken. Aber nicht immer ist das der Fall. Manchmal schafft es dann doch ein selbsternannter Finanz-, Bodenbelag- oder Ernährungsexperte schlechte Links und Beiträge unterzubringen. Immer wieder fällt mir das auf. So aber hat die Wikipedia keine Zukunft.

Content ist immer noch King – Vielleicht mehr denn je!

Nun komme ich mit – dem zugegebenener Maßen etwas ausgelutschten Spruch – “Content is King” daher. Schon immer hatte dieser Spruch Relevanz und seit den letzten Änderungen am Google-Algorithmus wahrscheinlich noch ein bisschen mehr: Google will keinen Schrottcontent mehr, Wikipedia wollte es noch nie.

Diese zwei Faktoren sollten eigentlich zeigen, worauf der Fokus eines Webmasters/Bloggers/SEOs/etc liegen sollte: Auf gutem Content; Nicht aber auf dem zwanghaften Versuch Links aus Wikipedia abzugreifen.

Wer guten Content schafft und dem Nutzer damit einen Mehrwert liefert, der wird vermutlich irgendwann sogar ganz automatisch in der Wikipedia verlinkt. Gute Mehrwerte sind aber nicht endlose Bilderstrecken, tausende Infografiken und hingeklatschter Content. Nein, es sind die Besonderheiten, die Webseiten für Wikipedia-Autoren interessant machen. Das können Interviews mit (echten) Experten sein, das kann aber auch das Aufstellen einer ganz neuen These sein.

Wichtig ist: Einzigartigkeit, Verständlichkeit, Nutzen.

Übrigens: Wikipedia auch mal verlinken

Gerade in diesem Zusammenhang gilt: Guter Content ist nur dann wirklich gut, wenn er auf verwandte Quellen verweist; Ich habe das hier schon einmal ausgeführt. Und daher gilt: Auch Wikipedia zu zitieren und zu verlinken, kann aus SEO-Sicht nur richtig sein.

Fazit

Ich habe nichts gegen Links aus der Wikipedia. Im Gegenteil: Externe Links bei Wikipedia helfen, die Verlässlichkeit der Informationen zu überprüfen. Es gilt aber, dass Wikipedia in seiner Einzigartigkeit nicht zerstört werden sollte. Genau das passiert aber, wenn jeder Webseitenbetreiber eigenen, manchmal schlechten Content auf Wikipedia verlinkt wissen möchte.

Wir sollten uns nicht auf die Links fokussieren, sondern Nutzer und Inhalte wieder mehr in den Mittelpunkt stellen. Dann kommen die Links aus Wikipedia ganz automatisch und Google wird es uns danken.

Was denkt ihr?

Blogeinnahmen August 2012

Wie schon der Juli war auch der August nicht der überragendste Monat, was die Einnahmen meiner Blogs angeht. Leicht konnte ich diese Einnahmen steigern, tatsächlich ist der Anstieg aber nur marginal und nicht mit den (für mich) hohen Einnahmen von vor 10 Monaten zu vergleichen sind.

Einnahmen im August 2012

Quelle August Juli Veränderung
Affiliate-Netzwerke 86,14 € 37,61 € +129%
Direktvermarktung 38,00 € 66,00 € -58%
Google Adsense 7,43 € 6,54 € +13%
Summe 131,57 € 110,15 € +19%

Die Einnahmen um fast 20% steigern zu können, klingt auf den ersten Blick nett. Auf den zweiten Blick sieht man jedoch:

  • 20% von sehr wenig sind auch nicht besonders viel
  • verglichen mit vor einigen Monaten sind die Einnahmen erschütternd
  • ein Großteil der Einnahmen rühren von Lifetime-Provisionen her und sind daher eigentlich nicht wirklich aufgrund der im August getanen Arbeit erfolgt

Gern hätte ich mehr gemacht, um die Einnahmen wirklich steigern zu können. Aber wie hier schon erklärt, fehlt mir momentan einfach die Zeit. Ich suche ja immer noch jemanden, der dieses Projekt mit ähnlicher Hingabe und einem gewissen Sachverstand fortführen will.

Ausgaben im August

Abgesehen von den üblichen Ausgaben (Steuern, Versicherung, etc.) die nicht ausschließlich auf meine Webaktivitäten anzuwenden wären, sind im August nur knapp 8 Euro für Hosting angefallen.

Bleibt nur zu hoffen, dass ich in den nächsten Wochen und Monaten – hoffentlich nach dem Umzug nach Hamburg – endlich wieder mehr Zeit für meine Webprojekte habe und die Einnahmen dann wieder steigern kann!

13-Wochen-Projekt: Aus und Vorbei

So leid es mir auch selbst tut, aber ich muss das 13-Wochen-Projekt vorzeitig beenden: Viel hatte ich mir vorgenommen, bis Woche 3 habe ich die Aufgaben auch alle erledigen können.

Nach einer langen Zeit der Abstinenz kommt aber nun die Erkenntnis, dass ich weder die Aufgaben der letzten Wochen noch nachholen werde können, noch die zukünftigen Aufgaben im Zeitrahmen schaffen werde. Doch gibt es dafür Gründe.

Fehlende Zeit

13-Wochen-Projekt: Frühzeitiges Aus

13-Wochen-Projekt: Frühzeitiges Aus

Dass ich die Aufgaben nicht schaffe, liegt vor allem an der mir fehlenden Zeit. Dass ich die nicht habe, hat wiederum verschiedene Gründe. Der Hauptgrund aber ist sicherlich, dass ich in einigen Wochen nach Hamburg ziehe um dort ab 1. Oktober meinen neuen Job/Praktikum anzutreten.

Nun wird jeder Umzugsstress kennen und in Hamburg eine Wohnung oder eine WG zu finden, ist alles andere als leicht. So war ich in den letzten Wochen gleich mehrfach in der wohl schönsten Stadt Deutschlands unterwegs um nach einer passenden Bleibe zu finden. Das habe ich zwar jetzt geschafft, aber die Zeit kommt damit leider nicht zurück: Nun steht der Umzug an, ab 1. Oktober dann eben der neue Job. Da bleibt so einiges anderes dann leider auf der Strecke.

Wie geht’s weiter?

Das 13-Wochen-Projekt muss ich leider beenden; Zumindest das jetzige. Soll nicht heißen, dass ich beim nächsten Mal wieder mein Glück versuche. Kann auch sein, dass ich zum Jahreswechsel mit meinem eigenen, ganz persönlichen 13-Wochen-Projekt nochmal durchstarte. Das wird die Zeit zeigen.

Wichtiger ist aber: Ich muss weiter ein bisschen meine Projekte sortieren und meinen Fokus stärker setzen. Daher kommen auch einige Dinge unter den Hammer: