Monthly Archive » April 2012

Backlinks durch flickr aufbauen

Es gibt Tage, an denen ich mich richtig freue. Heute war so einer. Denn wie ich feststellen durfte, habe ich einen tollen, kostenlosen Backlink von foxnews.com bekommen. Ja, so sieht’s aus: Eine der größten US-amerikanischen Nachrichtenseiten (wenn auch nur von einer Subdomain, aber immerhin) schenkt mir einen Backlink. Warum das? Und wie könnt’ ihr es mir nachtun? Die Antwort ist einfach: flickr hilft!

foxnews-Link

foxnews-Link

Backlink dank flickr

flickr-Backlinks

flickr-Backlinks

Auch wenn ich flickr selbst nicht für die Verwendung von Bildern unter CC-Lizenz geeignet halte (eine Begründung gibt es hier), so kann man flickr dennoch gut dafür nutzen, selbst Backlinks aufzubauen. Denn als eines der größten Bildportale im Internet zieht flickr auch tagtäglich tausende von Nutzer an, die kostenfreie Bilder für ihre eigene Website suchen.

Das kann man sich zu Eigen machen und eigene Bilder zur Nutzung freigeben und als “Bezahlung” einen Link erfragen. Denn: Die CC-Lizenz verlangt in jedem Fall die Angabe des Urhebers und die Angabe der Lizenz selbst. Das machen nicht alle, im deutschsprachigen Raum aber immer mehr Webseitenbetreiber. Und viele von denen lassen sich dazu überreden nicht einen Link zur flickr-Seite des Urhebers zu setzen, sondern zu einer anderen Webseite nach Wahl des Urhebers.

Grundsätzlich halte ich zwei Methoden geeignet, um über flickr Backlinks aufzubauen.

Vorher darum bitten

Wer Fotos bei flickr einstellt, der kann und sollte (dazu später in diesem Artikel mehr) die Fotos um einige Angaben erweitern: Neben einem aussagekräftigen Titel und guten Tags gehört dazu vor allem die Beschreibung.

In dieser Beschreibung frage ich regelmäßig, ob die Nutzer bei der Verwendung auf Webseiten nicht einen Link zu mir setzen können. Im Detail sieht das dann so aus:

You may use this picture without any restrictions.
All I ask for is a link (dofollow-Links are welcome!) to http://meine-webseite
Thank you!
————————–
Du kannst dieses Bild ohne Einschränkungen nutzen. Ich bitte nur um einen Link (dofollow am liebsten) zu  http://meine-webseite
Danke!

Das klappt in den meisten Fällen auch schon ganz gut. Wer meine Bilder verwendet und eh einen Link zu flickr gesetzt hätte, der ändert den auch gern mal zu einer anderen Webseite. Meine Erfahrung: Je freundlicher man fragt, umso eher wird ein Link gesetzt. Macht man das Linksetzen hingegen zu Bedingung, wird das Bild häufig gar nicht erst verwendet. Der Ton macht hier die Musik.

Später nachfragen

Doch nicht alle – und das halte ich für vollkommen in Ordnung – setzen nach dieser Bitte freiwillig einen Link. Doch auch bei denen sollte man nochmal nachfragen, ob sie das nicht noch nachträglich tun könnten.

Bilder finden: Google

Google Bildersuche

Google Bildersuche

Doch dafür muss man die Seiten erst einmal finden, die die eigenen Bilder verwenden. flickr ist hier – auch in der Pro-Version – nicht sonderlich geeignet, eine Funktion zum Durchsuchen des Webs nach eigenen Bildern vermisse ich schon seit Jahren. Und wieder einmal ist es Google, das dann genutzt werden kann.

Denn in der Google-Bildersuche ist auch eine Rückwärtssuche möglich: Diese Rückwärtssuche erlaubt mittels der Bild-URL des Originals die Anzeige von Webseiten, die dieses Bild verwenden. Wer Chrome verwendet, der hat noch mehr Glück: Dort reicht ein Rechtsklick auf das Bild und schon kann diese Rückwärtssuche im Kontextmenü ausgewählt werden. Für andere Browser gibt es das m.W. auch als Erweiterung.

Auch TinEye kann und sollte zusätzlich verwendet werden, da sich ganz selten so auch Ergebnisse finden lassen, die Google nicht kennt. Und: Die Google-Suche muss regelmäßig wiederholt werden; Zum Einen weil das Bild vielleicht nochmal zusätzlich verwendet wurde, zum anderen aber auch deshalb, weil der Google-Index nicht immer auf dem neuesten Stand ist.

Hat man die Webadressen nun gefunden, die die eigenen Bilder verwenden, so kann man die Betreiber der Webseiten einmal kontaktieren. Das Beste hierfür ist wohl die klassische Email, aber auch Kontaktformular oder die Kommentarfunktion unter dem betreffenden Beitrag funktionieren.

Freundlich bitten

Auch hier ist wieder eine freundliche Bitte das erfolgsversprechendste Vorgehen. Unter der Angabe der Originalquelle und der URL der Verwendung kann man darauf hinweisen, dass man einen Link erbeten hat und nun noch einmal nachfragen möchte, ob das nachträgliche Hinzufügen eines solchen Links nicht möglich wäre. Bei mir funktioniert der Hinweis darauf, dass ein solcher Link auch zukünftig hochwertige Bilder gewährleistet, immer ganz gut.

Aber nicht entmutigen lassen: Die Response- und Erfolgsquote dieser Mails ist sehr gering. Schätzungweise 20-30% der Angeschriebenen haben bei mir gar nicht reagiert. Von den verbliebenen 70-80% haben dann wiederum nur ungefähr 50% einen Link gesetzt. Bedeutet bei 100 Mails aber immerhin so etwa 35 Links und viele dieser Links sind dann auch dofollow.

Gute Bilder und gute Beschreibung notwendig!

Damit man aber überhaupt erst einmal in das Vergnügen kommt, dass andere die eigenen Bilder verwenden, bedarf es etwas Vorbereitung. Das letzte Schrottbild wird meistens gemieden, hochwertige Fotos machen sich deutlich besser.

Der Themenbereich des Bildes ist dabei relativ egal: Apple macht sich genauso gut wie WordPress als Thema und fotografierte Tomaten werden ebenso häufig genutzt wie ein spielender Hund. Was ich sagen will: Fotografiert das, was ihr gut könnt. Wichtig ist eben nur, dass ihr nicht nur Schnappschüsse einstellt, sondern auch künstlerisch irgendwie hochwertige Bilder. So sind in meiner Bildersammlung auch beide Formen vertreten.

Aber gute Bilder sind nichts wert, wenn sie nicht gefunden werden. Wenn man so will, muss man daher noch etwas SEO für die flickr-Suche betreiben. Klingt komisch, hat aber seine Berechtigung. Denn wie jede Suchmaschine durchsucht auch flickr die eigene Datenband daraufhin, ob das Keyword in Überschrift, Beschreibung und Tags vorhanden ist. Je besser das der Fall ist, als umso relevanter wird das Bild in den Suchergebnissen dann angezeigt. Berücksichtigt werden zudem auch die Anzahl der Favoritenmarkierungen, Kommentare oder das Vorhandensein in Sammlungen.

Daher meine Empfehlungen:

  • Aussagekräftiger Titel mit wichtigsten Keyword in Deutsch und Englisch
  • wichtigste Keywords als Tags in Deutsch und Englisch
  • Aussagekräfte Beschreibung in Deutsch und Englisch mit wichtigen Keywords
  • Hinzufügen des Bildes zu passenden Sammlungen (sogenannte Group Pools)

So klappt es dann auch mit vielen und zum Teil extrem wertvollen Backlinks.

Die Mär vom “passivem Einkommen”

Hintergrund dieses Beitrags ist eine Diskussion, die ich bei Vincent Weisser begonnen habe; Thema: Passives Einkommen. Gern würde ich aber auch weitere Meinungen zu meinem Standpunkt hören und würde mich daher um eine lebhafte Diskussion in den Kommentaren freuen!

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Passives Einkommen – Was soll das bitte sein?

Immer wieder liest man auf ganz unterschiedlichen Seiten (nicht selten sind das aber Seiten wie diese, die sich grundsätzlich mit dem “Geld verdienen im Internet” beschäftigen) vom passivem Einkommen. Das oft gelesene Versprechen: Einmal was tun und dann für immer Geld verdienen, am liebsten im vierstelligen Bereich pro Monat. Weil man ja nichts mehr tun würde, würde das Geld dann ja quasi passiv zufließen. Daher der Ausdruck “passives Einkommen” (bzw. “passive income”).

Und genau darin liegt imho schon der erste Widerspruch: Einmal was getan zu haben bedeutet ja auch schon aktiv geworden zu sein. Warum sollte das ggf. später folgende Einkommen dann passiv sein? Aber es gibt m.E. noch mehr Belege dafür, dass die Rede vom passivem Einkommen eine Mär ist und bleibt.

Ohne Fleiß kein Preis

Passives Einkommen

Passives Einkommen

Jeder, der auch nur einmal eine Affiliate Projekt, einen Blog oder eine Nischenseite (wobei sich das meiste inhaltlich überschneiden dürfte) weiß, dass das Generieren von Einnahmen nur dann gut funktioniert, wenn man viel Zeit und Elan in dieses Projekt steckt.

Das Aufziehen eines Projektes ist nicht mit der WordPress-Installation und dem Anfertigen von drei Texten getan, sondern zieht sich zeitlich meist über viele Monate oder Jahre: Neben ständig neuen Inhalten müssen Backlinks aufgebaut werden, Partnerprogramme gesucht und ersetzt werden, Werbemittel angepasst oder Landingpages optimiert werden.

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Selbst wenn man dann irgendwann von Google relativ weit oben in den SERPs platziert wird und die Werbemittel auch ganz gute Einnahmen erzeugen, so ist es dann nicht möglich, die Beine hochzulegen. Denn: Die Konkurrenz schläft nicht. Auch ein schon erfolgreiches Projekt muss ständig angepasst und erweitert oder gepflegt werden. Von wegen passiv: Die meisten Menschen die ich kenne – und die auch einigermaßen ordentlich Geld mit ihren Webprojekten verdienen – sitzen nicht selten einige Stunden pro Woche an ihren Projekten.

Passive Income: Der vollkommen falsche Ausdruck

Auch wenn viele, die über “passive income” schreiben, selbst sehr aktiv sind, so ist der Ausdruck leider nicht totzukriegen. So führt beispielsweise Peer Wandiger – der selbst zwar vierstellige Erträge im Internet erzielt, dafür aber meines Wissens auch enorm viel tut – gleich verschiedene Kategorien ein, die seines Erachtens zum “passiven Einkommen” zählen. Darunter etwa: Affiliate Marketing, Referral Affiliate Marketing, Infoprodukte oder auch das Bloggen selbst. Doch Peer bleibt so ehrlich und ergänzt diese Aufzählung gleich mehrfach um den Hinweis, dass ein passives Einkommen nichts mit Faulenzen zutun habe.

Es geht nicht darum sich in die Sonne zu legen und wirklich nicht mehr zu arbeiten.

Daher finde ich die Aufzählung, die Peer in seinem Artikel wählt, auch etwas verwirrend und nicht klug gewählt.

Auch in einem von Peer durchgeführten Interview sagt ein anderer (namentlich Axel Schröder), dass die Geschichten vom “passive income” einen falschen Schluss bei vielen Interessierten erzeugen.

Meine erste Erfahrung als Unternehmensberater ist, daß derzeit unter dem Stichwort “passive Income” viele Glücksuchende im Internet nach der nie versiegenden Quelle ewigen Geldes suchen.

Ja, und wieder ja. Die Bereitschaft und der Wille Geld im Internet verdienen zu wollen, hat nichts mit viel Urlaub und teuren Luxusjachten zutun, auch wenn das diverse Ebook-Verkäufer immer wieder mal versprechen. Und genau deshalb ist der Ausdruck “passiv” vollkommen falsch gewählt. Durch Nichtstun ist noch niemand reich geworden. Und im Internet ist das nicht anders.

Meine Bitte: Aufwand beim Namen nennen

Meine Hoffnung und Bitte an all die, die von einem passivem Einkommen schreiben, ist, dass sie die Dinge doch beim Namen nennen mögen. Wenn man unter dem Begriff “passive income” oder “passives Einkommen” all die Möglichkeiten aufzählen will, wie sich im Internet Geld verdienen lässt – Meinetwegen! Aber suggeriert dann doch bitte nicht, dass sich die Summe X durch Nichtstun erzielen lasse, nur um einen Lead zu generieren oder einen Newsletter-Abonnenten zu gewinnen. Das ist nicht besonders ehrlich!

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Meine Meinung – Eure Meinung?

Dieser Beitrag dient nicht dazu andere persönlich anzugreifen, überhaupt nicht. und ich hoffe Peer verzeiht mir, dass ich ihn als Beispiel gewählt habe. Ich habe das vor allem deshalb getan, da sein Erfolg ja durchaus ein Vorbild für andere sein kann. Also: Sorry, Peer! 😉

Ich möchte euch jedoch bitten, mir ein Feedback zu geben. Egal ob ihr denkt wie ich oder eine ganz andere Meinung habt: Raus damit! 🙂

Pinterest ist für SEO nicht geeignet

Pinterest: Für SEO ungeeignet

Pinterest: Für SEO ungeeignet

Über Pinterest, das Allheilmittel aller Backlink- und SEO-Probleme wurde ja viel geschrieben und vor allem in der Anfangsphase wurde der Dienst von vielen gefeiert. Auch ich war der festen Überzeugung, dass mit Pinterest so manches SEO-Problem wenigstens im Ansatz gelöst sei. Pustekuchen! Heute bin ich anderer Meinung: Pinterest ist für SEO nicht geeignet. Ich will auch kurz erklären warum. Wie immer gilt: Es gibt Menschen die mehr Ahnung von dem Thema haben und für jeden sachdienlichen Hinweis, dass ich vielleicht doch falsch liege, bin ich in den Kommentaren dankbar!

Pinterest für SEO-Zwecke ungeeignet

Der Grund, für den Pinterest in der SEO-Szene einmal gefeiert wurde war der, dass es scheinbar unendlich viele follow-Links auf die Originalquelle gab: In jedem Pin waren zwei Links zu der Originalquelle vertreten, mit jedem Repin kamen dann nochmal zwei dazu und die Übersichtsseite zu einer Quelle gab nochmal einen Link. Damals immer “do”follow.

Links auf nofollow

Die Zeiten sind vorbei, Pinterest hat sich dem Druck Googles gefügt und die Links beinahe alle auf “nofollow” umgestellt. Die Links in den einzelnen Pins sind nun komplett auf nofollow umgestellt, es gibt nur noch insgesamt einen dofollow-Link zu der Originalquelle: Der von der Quellen-Übersichtsseite.

Übersichtsseite zu einer Quelle bei Pinterest

Übersichtsseite zu einer Quelle bei Pinterest

Bekam man also vor einiger Zeit für einen Pin mit 5 Repins insgesamt 13 dofollow-Links (davon 12 Deeplinks), ist heute gerade einmal ein dofollow-Link auf die Startseite verblieben.

Auch nofollow-Links zählen

Nun könnte man argumentieren, dass auch nofollow-Links zu einem natürlichen Linkprofil dazugehören und daher doch noch irgendwie ein bisschen was wert sind und damit auch die Links der Pins nicht unterschätzt werden sollten. Mag stimmen, aber das Problem ist ein ganz anderes: Die meisten Pins, Repins und auch die Übersichtsseiten sind gar nicht im Google-Index.

Nicht im Google-Index vertreten

Ich wollte es genauer wissen und habe einmal überprüft, welche Pins und Repins überhaupt im Google-Index sind und habe den Test mit meinen Testpins (so wie ihr sie auf der Übersichtsseite, siehe Screenshot, sehr) gemacht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Meine 6 Pins haben insgesamt 14 Repins. Plus Übersichtsseite müssten also insgesamt 21 URLs im Google-Index sein, die für mich interessant sind. Tatsächlich ist aber nur eine dieser URLs überhaupt im Google-Index vertreten.

Pin/Repin Google Index?
Süßigkeiten Nein
Repin 1 Nein
Repin 2 Nein
Repin 3 Nein
iPhone 3G Nein
Repin 1 Nein
Repin 2 Nein
Repin 3 Nein
Surfer Nein
Repin 1 Nein
VW Bulli Nein
Repin 1 Nein
Liebespaar Nein
MacBook Air Ja
Repin 1 Nein
Repin 2 Nein
Repin 3 Nein
Repin 4 Nein
Repin 5 Nein
Repin 6 Nein
Übersichtsseite Nein

Interessanterweise ist allein die URL vertreten, die ich einmal in einem vergangenen Beitrag verlinkt habe.

Links für Links?

Bedeutet für mich: Ein Pin/Repin wird nur dann von Google wahrgenommen, wenn ich aktiv darauf hinweise. Das würde dann ja bedeuten, dass ich jeweils einen Link zu jedem Pin/Repin setzen müsste, damit Google den dann überhaupt wahrnimmt und in den Index aufnimmt. Ein Link für jeden Pin/Repin ist in meinen Augen aber ein ziemlich schlechter Deal, bedenkt man, dass dann doch jeweils nur ein nofollow-Link zurückkommt.

Sinnvoll erscheint dieser Schritt nur, wenn man die Übersichtsseite einer Quelle verlinkt, denn von der kommt akutell ja noch ein dofollow-Link. Das habe ich in diesem Beitrag jetzt einmal getan und ich bin gespannt, wie lange es nun dauert, bis die Seite im Index auftaucht.

Es bleibt ja der Traffic

Wie viele Studien und Beiträge gab es schon dazu, dass Pinterest ja immerhin noch einer der derzeit größten Trafficlieferanten ist. Ja, mag sein. Auch ich spüre das. Aber Pascal Landau etwa hat auch dargelegt, dass man diesen Traffic erst einmal zu nutzen wissen muss.

In meinem Fall jedoch ist der von Pinterest generierte Traffic einer, den ich mir auch schenken könnte: Die Besuchsdauer liegt bei ungeschlagenen 2 Sekunden, pro Besuch schauen sich die Besucher nur eine Seite an, die Absprungrate liegt bei 100%. Bedenke ich, welche Arbeit es macht die Pins wirklich sinnvoll einzusetzen, dann schenke ich mir diese Arbeit lieber.

Für SEO nix wert

Also: Aus meiner Sicht ist Pinterest weder für SEO noch für die Generierung von Traffic (zumindest im deutschsprachigen Raum) nichts wert. Mehr Sinn macht es, in den Linkaufbau etwas mehr Zeit zu investieren, die Ergebnisse sind dann aber viel mehr wert.

Oder was meint ihr?

Provisionen vergleichen

Heute mal ein Beitrag zu einem Thema, das mich manchmal mitunter schon ein wenig ärgert: Wenn gleiche Partnerprogramme bei unterschiedlichen Netzwerken unterschiedliche Provisionen anbieten.

Ein aktuelles Beispiel: Ich habe im März einen Mobilfunk-Laufzeitvertrag über das “Telekom Profis”-Netzwerk vermittelt. Dafür wurde mir eine Provision in Höhe von 53,- EUR gutgeschrieben. Heute musste ich dann allerdings feststellen, dass die Telekom bei Vertrieb über Affiliate-Netzwerke wie “affilinet” deutlich bessere Provisionen zahlt. In meinem Fall ganze 17% mehr!

Ähnliches ist mir bei anderen Partnerprogrammen auch schon aufgefallen: Im Netzwerk A gibt es pro Lead 1,10 EUR, in Netzwerk B sogar schon 1,30 EUR und in Netzwerk C stolze 1,60 EUR. Jedes mal für die gleiche zu erbringende Leistung, nämlich einen Lead mit vollständiger Adresse.

Warum gibt es unterschiedliche Provisionen?

Diese Frage kann ich nur mit einer Mutmaßung beantworten; Falls jemand mehr weiß oder interne Einblicke in die Entscheidungsgrundlagen hat, freue ich mich über einen Kommentar!

Meine Mutmaßung ist jedoch, dass die Entscheidung über die Provisionshöhe vor allem von zwei Faktoren abhängt. Zum Einen spielen sicherlich die Kosten bei unterschiedlichen Netzwerken eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Je höher die an das Affiliate-Netzwerk zu leistenden Provisionen sind, umso geringer können dann nur die Provisionen sein, die dem Publisher gezahlt werden.

Zum anderen glaube ich jedoch auch an einen Effekt, der Betriebs- und Volkswirten unter dem Begriff “Preisdiskriminierung” ein Begriff ist: Unterschiedlichen Zielgruppen werden unterschiedliche Provisionen gezahlt.

Um beim oben genannten Telekom-Beispiel zu bleiben: Das Portal “Telekom-Profis” richtet sich meines Erachtens eher an private Vermittler, die im Freundeskreis für eine Empfehlung mal Geld verdienen wollen. Zudem wird das Portal mittlerweile von einer von der Telekom unabhängigen Agentur geführt. In den Affiliate-Netzwerken vergibt die Telekom dann höhere Provisionen, weil sich diese Netzwerke vor allem an professionelle Affiliates richten, die mit diesen Einnahmen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Zudem führt – zumindest laut Impressum – die Telekom die Provisionierung bei den Affiliate-Netzwerken selbst durch; Und spart so natürlich Kosten.

Provisionen vergleichen

Für Publisher, die durch diesen Effekt kein Geld “verlieren” oder verschenken wollen, bleibt daher nur ein Ratschlag: Vor dem Einbinden und Bewerben eines Partnerprogramms erst alle einschlägigen Affiliate-Netzwerke durchforsten und nachschauen, ob es vielleicht unterschiedliche Provisionen gibt. Nur durch das Vergleichen der Provisionen bei verschiedenen Netzwerken und Inhouse-Programmen wird man die maximale Provision ermitteln und erhalten können.

Backlinks verkaufen – Anbieter

Der Verkauf von Backlinks ist ein Spiel mit dem Feuer: Einmal von Google erwischt heißt es nachbessern oder raus aus dem Index (zumindest in den meisten Fällen). Gerade in jüngster Zeit hat sich wieder einmal gezeigt, dass Google massiv gegen Linkkäufer und -verkäufer vorgeht, denn klug verkaufte Links kann Google immer noch nicht automatisch erkennen.

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Backlinks verkaufen

Backlinks verkaufen

Das Problem – und daran kann auch Google langfristig nichts ändern – bleibt für viele Website-Betreiber ein bekanntes: Der Verkauf von Links ist häufig eine der wichtigsten und lukrativsten Einnahmequellen überhaupt. Insbesondere bei Projekten, mit denen sich über bekannte Affiliate-Netzwerke oder Dienste wie Google Adsense nur wenig bis kein ordentlicher Verdienst erzeugen lässt, sind bezahlte Beiträge (die – entgegen der Google-Richtlinie – nicht als solche gekennzeichnet sind) oftmals die einzige Möglichkeit überhaupt Geld im Internet zu verdienen.

Die Verlockung ist daher groß, über das Verkaufen von Links und Beiträgen mit inkludierten Links ein paar Euro zu generieren. Hinzukommt, dass sich mit der wachsenden Anzahl von Wettbewerbern auch endlich die Provisionierung deutlich verbessert hat. Dreistellige Beträge als Einmalzahlung sind für Links oder Beiträge immer häufiger möglich und in den meisten Fällen damit Lichtjahre von möglichen Affiliate-Erträgen entfernt; Im positiven Sinne.

Backlinks verkaufen?

Die Frage, die man sich vor dem Verkaufen von Backlinks stellen sollte, ist die nach der Sinnhaftigkeit. Wer ernsthaft an die Sache herangehen will, muss im Vorhinein eine Kosten-Nutzen-Analyse, eine Abwägung von Vor- und Nachteilen vornehmen

Vorteile des Backlinkverkauf

Die Vorteile beim Verkauf von Backlinks liegen klar auf der Hand:

  • Es gibt in den meisten Fällen ganz ordentliche Provisionen, die (per Einmalzahlung) auch in den drei- oder sogar vierstelligen Bereich gehen können.
  • Die Zahlung ist unabhängig von Schwankungen der Besucherzahlen.
  • Es besteht keine Abhängigkeit von Klick-/Lead-/Sale-Provisionen.
  • Die Umrechnung in einen Stundenlohn ist meist sehr attraktiv.

Die Vorteile des Backlink-Verkaufs klingen verlockend…

Gefahren/Nachteile beim Backlinkverkauf

Doch auch die Gefahren sollten bei den Überlegungen nicht vernachlässigt werden:

  • Entdeckt Google Verstöße gegen die Richtlinien (also den Verkauf von Links), droht eine Penalty oder sogar ein Ausschluss aus dem Index.
  • Fliegt ein verkaufter Artikel aus dem Index, muss ggf. die erhaltene Provision zurückgezahlt werden.
  • Thematisch nicht passende Artikel können zu einem Vertrauensverlust bei Lesern führen.

Übrigens: Wer Backlinks verkaufen will oder bereits verkauft, der sollte darüber nicht zu offen reden. Alle mir bekannten Anbieter haben in den AGB Klauseln zum Stillschweigen vereinbart. Werden diese Klauseln gebrochen, drohen mitunter hohe Strafzahlungen.

Anbieter: Backlinks verkaufen

Wer sich aller Risiken bewusst ist und sich für den Verkauf von Links und Artikel entscheidet, der sollte sich aber nicht nur an einen Anbieter binden. Zu groß können Preisunterschiede, verfügbare Kampagnen/Angebote und die generellen Abwicklungskonditionen sein. Wer sich nur auf einen Anbieter festlegt, verschenkt möglicherweise Potenzial und damit auch bares Geld.

Auf den folgenden Seiten möchte ich daher insgesamt vier Anbieter vorstellen, bei denen sich ein Besuch grundsätzlich lohnen könnte. Die Ordnung der Anbieter ist aber rein willkürlich und ohne Ordnung.

Richtig formatieren

Richtig formatieren

Richtig formatieren

Über die richtige Anordnung von Bildern in Artikel, um eine Störung des Leseflusses zu unterbinden, hatte ich ja schon an anderer Stelle berichtet. Diesen Artikel möchte ich einem anderen nicht zu vernachlässigenden, aber in der Praxis häufig stiefmütterlich behandeltem Punkt widmen: Der richtigen Formatierung. Anders als im SEO-Blog von SEO-United gehe ich hierbei aber nicht auf SEO-Faktoren ein, sondern betrachte rein optische Merkmale. Denn diese Merkmale sind es, die die Besuchsdauer eines Besuchers nicht unerheblich beeinflussen.

Gut lesbar

Eine Seite ist umso attraktiver (abgesehen von den angebotenen Informationen), je besser ein Besucher sie lesen kann. Ist ein Text optisch einfach aufzunehmen, so verursacht das beim Rezipienten ein angenehmes Gefühl; Er verweilt länger. Das Gegenteil ist denkbar einfach: Je mehr sich ein Leser anstrengen muss um einen Text zu lesen, umso schneller wird er “flüchten” und die Seite verlassen.

Vor allem bei Designanpassungen und dem Erstellen von Texten sollte man genau das berücksichtigen: Texte müssen (optisch) gut lesbar sein.

Gute Formatierungen vs. böse Formatierungen

Die Entscheidung, ob etwas gut oder nicht gut ist, ist aber häufig von subjektiven Faktoren abhängig. Was der Eine gut lesen kann, kann der Andere vielleicht schon nicht entziffern. Wo der Eine seinen Kopf von links nach rechts bewegen muss, da kann der Andere den ganzen Text aus einer Position erfassen.

Doch hängt dieser Eindruck auch von technischen Umständen ab, die man als Webseitenbetreiber wahrlich nicht beeinflussen kann. Die Bildschirmgröße, bzw. Auflösung spielt dabei wohl die größte Rolle.

Nichts desto trotz gibt es einige Faktoren, die unabhängig von persönlichen Geschmäckern und technischen Voraussetzungen einen Text gut oder schlecht lesbar machen. Zunächst ein optisches Beispiel. Entscheide einmal selbst, welchen Text du (unabhängig davon welche Farben und Formen dir besser gefallen) auf Anhieb besser lesen kannst.

Richtig formatieren: Vergleich

Richtig formatieren: Vergleich

Zugegeben: Natürlich ist das jetzt etwas plakativ und sicherlich auch übertrieben. Aber du siehst den Unterschied: Ein eigentlich vollkommen gleicher Text kann je nach Formatierung ganz anders wirken. Das eine Mal ist er schnell erfassbar und auch lesbar, beim anderen Mal müssen die Augen schon stark zusammengekniffen werden und man erkennt erstmal gar nichts. Dabei: Der Text ist gleich, die Überschrift ist gleich, selbst die Breite der einzelnen Beispiele ist auf’s Pixel genau gleich. Nur wird eben unterschiedlich mit diesen Informationen umgegangen. Auf richtig abgefahrene Farben oder beknackte Schriftarten (wie Comic Sans MS) habe ich vollkommen verzichtet.

Dieses Wissen richtig einzusetzen ist für den Erfolg des eigenen Webprojekts unbedingt notwendig.

Tipps: Richtig Formatieren

Im Laufe der Jahre habe ich mit meinen Webprojekten, aber auch durch Besuche auf anderen Blogs und Webseiten jede Menge Erfahrungen gesammelt und glaube behaupten zu können, was gut ist und was nicht. Auch hat ein Selbstversuch vor einigen Monaten die Erkenntnis gebracht (auch wenn der statistische Fehler wahrscheinlich relativ hoch wäre), dass es für die Besuchsdauer und Absprungrate sehr wohl ausschlaggebend ist, wie ein Text formatiert und eine Seite aufgebaut ist.

Ich möchte daher einmal auf die in meinen Augen wichtigsten Faktoren eingehen. Wer eine kurze, komprimierte Liste meiner Erfahrungen will, der findet die am Ende.

[button color=”red” url=”#liste” text=”Direkt zur Liste”]

Farben und Seitenaufbau

Wichtig ist zunächst, eine Dinge beim grundsätzlichen Seitenaufbau zu beachten.

Um wirklich alle Bildschirmgrößen abzudecken, sollte das Seitenlayout nicht breiter als etwa 960 Pixel sein; Dafür gibt es ja auch gute Gridsysteme, z.B. 960.gs. Doch diese Überlegung ist für die Lesbarkeit von Texten noch gar nicht so relevant. Viel wichtiger ist hier, die Textbreite zu begrenzen, damit die Augen des Betrachters nicht immer den ganzen Bildschirm “scannen” müssen.

In meinen Erfahrungen hat sich eine Textbreite von etwa 660 Pixel immer bewährt. So ist sowohl auf kleinen, als auch auf größeren Bildschirmen der Text in seiner Breite sofort zu erfassen. Wichtig zudem: Zu den Seitenrändern immer einen kleinen Abstand von etwa 10 Pixeln einhalten.

Des Weiteren sollte das gesamte Layout aber auch zentriert sein um eben unterschiedlichen Displaygrößen gerecht zu werden und den Text immer sofort im Blickpunkt des Betrachters anzuzeigen.

Ebenso wichtig: Zwischen der Hintergrundfarbe des gesamten Layouts und der Hintergrundfarbe des Textbereichs sollte ein guter, aber nicht zu starker Kontrast herrschen. Ein leichtes Grau (etwa #c2c2c2) für den Seitenhintergrund und ein neutrales Weiß (#ffffff) liefert bei mir die besten Ergebnisse.

Weiß ist als Texthintergrund ohnehin die wahrscheinlich beste Wahl und liefert den besten Kontrast bei nahezu allen Schriftfarben; Von hellgrauer Schrift oder weißem Text sei einmal abgesehen.

Schriftart, Schriftfarbe, Schriftgröße

So wichtig wie das richtige Layout ist auch die Wahl der richtigen Einstellungen für die Schrift. Schriftart, Schriftgröße und Schriftfarbe spielen hierbei eine entscheidende Bedeutung. Eines vorweg:  Von hübschen Schriftarten, die auf lokalen Rechnern nicht immer vorhanden sind und deren Verwendung daher von Google Fonts o.ä. unterstützt werden muss, halte ich persönlich nichts: Verlangsamt die Seite nur und der Mehrwert für die Besucher ist nicht der größte.

Schriftart

Als Schriftart eignen sich besonders Serif-Schriften und aus dem umfangreichen Angebot dieser Schriftarten dürfte vor allem “Times New Roman” die richtige Wahl sein. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Serifen-Schriftarten sind grundsätzlich besser lesbar; Die kleinen Füßchen an den einzelnen Buchstaben geben eine unsichtbare Linie vor, das “Verrutschen” zwischen Zeilen wird so vermieden. Times New Roman ist zudem eine Standardschriftart auf allen gängigen Betriebssystemen und kann so immer angezeigt werden.

Schriftgröße

Auch bei der Schriftgröße sollte man dem Besucher/Leser etwas Gutes tun und sie nicht zu klein wählen. Eine Times New Roman sollte daher im normalen Text immer eine Größe von etwa 12 Pixeln haben. Sinnvoll kann übrigens auch die Angabe in “em” sein, weil Pixel nicht überall gleich groß sind. Mehr zu diesem schwierigen Thema hier.

Schriftfarbe

So viel ist bei der Schriftfarbe nicht zu beachten. Eigentlich nur eine Sache: Ein hoher Kontrast. Daher ist bei weißem Hintergrund etwa immer eine schwarze Schrift empfehlenswert. Mit all zu bunten Farben sollte man hier nicht experimentieren, der Text sollte nicht zu einer optischen Spielerei verkommen.

Überschriften

Experimentieren kann man in Grenzen dafür bei den Überschriften. Hier sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Beachten sollte man jedoch zunächst, dass Schriftarten der Überschriften auch zum Text passen. Verwendet man im Text eine Serifen-Schrift, kann in den Überschriften eine serifenlose (Helvetica, Verdana, Arial z.B.) verwendet werden. Die Schriftfarben sollte aber sowohl beim Fließtext, als auch in den Überschriften gleich sein.

Die Schriftgrößen der Überschriften hingegen müssen sich deutlich vom Fließtext unterscheiden, um als Überschriften überhaupt wahrgenommen zu werden. Bei der Festlegung der Schriftgrößen sollte man dann aber auch die HTML-Hierarchie (H1 bis H6) beachten und dementsprechend anpassen.

Links

Links im Fließtext sollten mit einer anderen Farbe kenntlich gemacht werden. Diese Farbe sollte dann stark von der Schriftfarbe des umgebenden Fließtexts abweichen, ein kräftiges Rot kann beispielsweise Wunder wirken. Links auch unterstrichen anzeigen zu lassen kann sinnvoll sein, ist bei einer deutlich abweichenden Farbe aber nicht notwendig. Eine Spielerei hingegen ist die Verwendung von Symbolen, die Links je nach Art kennzeichnen: Überflüssig.

Ansonsten sind Links aber im gleichen Format wie der Fließtext zu halten.

Komprimierte Liste

Hier noch einmal wie versprochen alle Tipps stark komprimiert:

  • Seitenlayout: maximale Breite von 960 Pixeln
  • Textbereich: maximale Breite von 660 Pixeln
  • Abstand zum Seitenrand des Textbereichs: 10 Pixel
  • Layout zentriert
  • Seitenhintergrund: helles Grau, z.B. #f2f2f2
  • Texthintergrund: weiß, #ffffff
  • Serifen-Schriftart, vorzugsweise “Times New Roman”
  • Schriftgröße 12 Pixel (bzw. em-Pendant)
  • Schriftfarbe: Hoher Kontrast; Empfehlenswert etwa schwarz bei weißem Hintergrund
  • Überschriften deutlich größer
  • Hierarchie bei Überschriften (H1 bis H6) auch bei deren Schriftgröße berücksichtigen
  • Links sollten farblich stark vom Fließtext abweichen

Fazit

Wer diese Tipps beherzigt, wird – davon bin ich fest überzeugt – bei Werten wie Besuchsdauer oder Absprungrate durchaus Verbesserungen feststellen. Doch es sei auch gesagt: Je nach Ausrichtung der Website kann es manchmal kleine Unterschiede geben. Hier gilt es zu experimentieren.

Das Wichtigste jedoch ist dabei immer: Nicht nach eigenem Geschmack arbeiten, sondern durch die Brille des Lesers schauen und sich die Frage stellen, wie der wohl am besten lesen kann. Dann wird’s klappen!

Was vergessen? Dann bitte einen Kommentar! 🙂

Besucher binden

Viel kann man über Traffic lesen: Wie wichtig der sei um im Internet Geld zu verdienen, wie man am einfachsten an Besucher kommt, ja sogar wahre Besucher-Maschinen werden zum Einsatz vorgeschlagen. Das Problem der meisten Vorschläge um Besucher auf die eigene Seite zu locken: Die bleiben nur so lang, wie die Konzepte gedacht sind. Um es auf den Punkt zu bringen: Die meisten Besucher, die auf diese Weise gefangen werden sind nichts wert.

Nutzlose Besucher

Schlechte Besuchsdauer

Schlechte Besuchsdauer

Wahre Trafficwunder – oder Versprechen dazu – gibt es im Internet zu Hauf. Ebooks versprechen den Server zum Glühen zu bringen und der ein oder andere wird sich sicherlich noch an eBesucher.de erinnern. Das Konzept dort: Durch das (automatische) Besuchen fremder Seiten bekam man Punkte, mit denen man dann wiederum eigene Besucher einkaufen konnte. Keiner dieser Besucher hat sich aber jemals die besuchten Seiten überhaupt angeschaut, es konnten bis zu 5 Frames gleichzeitig zum Sammeln von Punkten genutzt werden.

Solche Besucher sind nichts wert: Nicht nur, dass sie sich besuchte Seiten nicht anschauen. Nein, sie zerstören m.E. auch Rankings in den SERPs von Google und Co.

Hochwertige Besucher

Einen hochwertigen, guten Besucher machen vor allem zwei Dinge aus: Die Besuchsdauer und die besuchten Seiten pro Besuch (und die daraus resultierende Absprungrate). Diese zu steigern, sollte im Interesse eines jeden Seitenbetreibers liegen. Wie aber schafft man das? Einige Vorschläge folgen!

Qualitativ hochwertige Artikel und Texte

Qualität ist das, was zählt. Das glaubt nicht nur Google und passt daher in regelmäßigen Abständen den eigenen Algorithmus an. Das glauben alle, die im Netz nach Informationen suchen. Schrott gibt es im Netz viel, gute und hilfreiche Informationen manchmal zu wenig. Und genau dort musst du ansetzen: Schaffe Artikel mit Mehrwert!

Mehrwert

Besucher binden

Besucher binden

Ein solcher Mehrwert liegt beispielsweise in einmaligen und neuen Informationen, ein Mehrwert kann aber auch in Bildern oder Infografiken liegen. Das Wichtigste überhaupt aber: Man muss Zeitgeist und Verständnis der gesuchten Besucher treffen. Doch jede Information kann noch so gut sein, wenn sie einfach blöd verpackt ist. So spielt etwa der Schreibstil eine nicht unerhebliche Größe und auch Schriftart und -größe können das Besuchsverhalten enorm beeinflussen.

Tipp: Nicht einfach das schreiben, was schon hundert andere getan haben, sondern einen Schritt weitergehen.

Nebeneffekt: Backlinks

Dass (hochwertige) Backlinks eine noch immer große Rolle bei der Beurteilung durch Google – unabhängig von Algorithmus-Änderungen – spielen, dürfte jedem klar sein. Ein netter Nebeneffekt von qualitativ hochwertigem Content ist, dass man genau solche Backlinks für lau bekommt. Mit langweiligen, überflüssigen oder schlecht recherchierten Inhalten wird man diese Links nicht bekommen.

Verwandte Inhalte

Eine immer noch gute Idee ist es, verwandte Inhalte zu verlinken. Verwandt bedeutet, dass sie dem Besucher weitere Informationen zur Verfügung stellen und ihm somit dabei helfen, das eigene Informationsbedürfnis zu befriedigen. Das Verlinken weiterer Informationen kann dabei auf ganz unterschiedliche Arten geschehen.

Links im Text

Hat man bereits zu einem Thema Artikel geschrieben oder findet es sinnvoll, an einer Stelle auf einen alten Beitrag zu verlinken, so sollte man das im Text tun. Wer etwa mit WordPress die eigenen Plattformen betreibt, der bekommt dafür auch gleich ein nettes Tool an die Hand, mit dem alte Beiträge mit wenigen Klicks verlinkt sind.

Doch auch ein Link kann trotz toller Informationen nutzlos werden. Nämlich dann, wenn er blöd verlinkt ist. Ein Link macht nur dann Sinn, wenn er mit einem aussagekräftigen Keyword verlinkt ist und zudem noch einen informativen und weiterführenden Title verpasst bekommt.

Und dämliche Links spart man sich besser gleich. 😉 Mich persönlich ärgert etwa auf großen Nachrichtenseiten das ständige Verlinken auf “Themenseiten”. Da wird in einem Artikel zum Iran das Keyword “Anreicherung” verlinkt, ich erwarte Informationen und einen alten Artikel zum Thema “Urananreicherung im Iran” und erhalte stattdessen eine Themenseite zum Thema Energiegewinnung mit tausenden Informationen, aber eben nicht der gesuchten.

Verwandte Beiträge

Ebenso sinnvoll kann sein, einem Artikel am Ende verwandte Beiträge anzufügen. Mit den richtigen Mitteln geht das auch vollkommen automatisch, so gibt es etwa für WordPress zahlreiche Plugins. Solche Plugins müssen nur einmal installiert und angepasst werden und übernehmen das Anzeigen verwandter Beiträge dann vollkommen automatisch. Alternativ tut es auch ein wenig Programmierarbeit.

Immer gilt aber: Zu verwandten Beiträgen gehört auch ein Bild und die verknüpften Bilder sollten dann auch eine gewisse Relevanz und Aussagekraft haben.

Nervend können hingegen Angebote wie Plista sein, die verwandte Artikel und Werbung so miteinander verknüpfen, dass sie kaum noch auseinander zu halten sind. Das kann zwar zu höheren Umsätzen führen, wird imho die Besucherbindung aber langfristig eher verschlechtern.

Externe Links

Auch externe Links können übrigens helfen und gehören irgendwie dazu. Denn wenn es eine weiterführende Information gibt, dann erwartet der Besucher diese. Unabhängig davon, ob diese Information auf der gerade besuchten oder einer anderen Website zu finden ist.

Im Übrigen herrscht in Deutschland ein Linkgeiz, den ich zuweilen etwas ärgerlich finde, weil er die Auszeichnung guter Websites verhindert. Und: Das Verlinken anderer Seiten verschlechtert nicht die eigenen Rankings bei Google; Im Gegenteil: Es kann auch helfen. Und wer eine andere Seite nicht unterstützen will, aber dennoch auf die Information verweisen möchte, der kann ja immer noch das nofollow-Attribut im Link verwenden.

Fazit

Die hier gemachten Vorschläge sind sicherlich nur ein Anfang und keinesfalls erschöpfend.

Wichtig ist eben nur: Besucher sind nicht gleich Besucher. Meine Erfahrungen in den letzten Jahren waren immer: Auf Schrott verzichten und lieber wenige und dafür gute Besucher bekommen. Das zahlt sich auch langfristig in höheren Besuchszahlen aus; Und auch diese Besucher sind dann hochwertiger.

Auf Ebooks und Traffic-Maschinen aller Art kann man getrost verzichten.

Blogeinnahmen März 2012

Wie versprochen gibt es jetzt für den März wieder eine regelmäßige und vor allem etwas ausführlichere Situationsbeschreibung zu Blogeinnahmen und -ausgaben.

Nachdem Januar und Februar 2012 etwas schwächer als die Vormonate waren und im Dezember ein Wert erreicht war, der für mich nicht noch einmal zu erreichen schien, war direkt zu Beginn des Monats März gleich wieder alles anders: Bereits in den ersten Tagen des Monats zeichnete sich ab, dass die Einnahmen nicht die schlechtesten würden. Und das obwohl ich bis in die erste Märzwoche noch im Ausland war und auch die Wochen zuvor nicht wirklich etwas für die Projekte machen konnte. Besonders deutlich wurde das in den Bereichen Direktvermarktung und Affiliate-Marketing, die auch im Gesamtergebnis den (deutlich!) größten Anteil ausmachen.

Hingegen sind Werbeformen, die von Besuchern und deren Klicks abhängig sind (wie Google Adsense oder Contaxe) deutlich schlechter gefahren als im Vormonat. Doch auch das ist nicht überraschend: Es zählt die alte Weisheit “Wer nichts tut, der nichts gewinnt!”; Gibt es kaum neue Artikel, so gehen die Besucherzahlen massiv nach unten und damit auch die Views/Klicks, die dann zu Einnahmen führen.

Genug Vorrede, hier also das für mich sehr gute Ergebnis.

Blogeinnahmen März 2012

Quelle März Februar Veränderung
Affiliate-Netzwerke 183,53 € 193,92 € -6%
Direktvermarktung 382,92 € 144,90 € +164%
Google Adsense 69,87 € 81,65 € -15%
Contaxe 2,26 € 2,75 € -18%
Summe 638,58 € 423,22 € +51%

Ausgaben

Den Blogeinnahmen März 2012 standen natürlich auch Ausgaben gegenüber. Zum Einen sind dort normale Serverkosten. Insgesamt (für laufende und ein neues Projekt) sind dafür etwa 25 Euro angefallen. Zudem habe ich über Blogads nun auch das erste Mal Werbung gebucht, sehr günstig weil zum Ausprobieren. Dafür wurden noch einmal etwa 7,50 EUR fällig. Macht insgesamt Ausgaben von etwas mehr als 32,- EUR. Der “Gewinn” (ohne Berücksichtigung von Steuern, steuerlichen Abschreibungen, etc.) liegt damit im März bei etwa 600 Euro. Für die knapp 10 investierten Arbeitsstunden würde der Stundensatz dann bei etwa 60 Euro liegen, das ist in Ordnung.

Andere Blogs

Auch andere Blogs haben bereits Einnahmen veröffentlicht. Ohne Gewähr auf Vollständigkeit einfach mal eine kleine Linkliste von denen, die ich schon gefunden habe. 😉

Blogeinnahmen Januar/Februar 2012

Nachdem das letzte Jahr – aus finanzieller Sicht – für mich schon sehr erfolgreich zuende ging, fehlte im neuen Jahr vor allem eines: Zeit. Dieser fehlenden Zeit ist es auch geschuldet, dass die Einnahmenreports für die Monate Januar und Februar nicht zur gewohnten Zeit erstellt werden konnten. Diese sollen aber nun an dieser Stelle (zusammengefasst) nachgeholt werden. Für den Monat März und dann hoffentlich alle folgenden Monate gibt es die Blogeinnahmen aber wieder in gewohnter Form.

Eins vorweg: Ich habe die Kategorien etwas abgeändert und angepasst, damit die Erstellung der Einnahmenreports in Zukunft etwas flüssiger von der Hand geht!

Blogeinnahmen Januar 2012

Quelle Januar Dezember Veränderung
Affiliate-Netzwerke 155,38 € 304,89 € -49%
Direktvermarktung 105,13 € 66,48 € +59%
Google Adsense 116,29 € 53,67 € +116%
Contaxe 4,35 € 3,75 € +16%
Summe 380,15 € 428,79 € -11%

Zwar konnte ich in den meisten Bereichen gut zulegen, aber insbesondere der für mich so wichtige Bereich des klassischen Affiliate-Marketings hat doch stark nachgelassen. Das schiebe ich vor allem auf ein gutes Weihnachtsgeschäft, nachdem bekanntermaßen die Umsätze ja immer zurückgehen.

Insgesamt ist der Rückgang aber verkraftbar. Den Einnahmen von etwa 380 Euro standen Ausgaben für Hosting und Textarbeiten in Höhe von etwa 100 Euro gegenüber.

Blogeinnahmen Februar 2012

Quelle Februar Januar Veränderung
Affiliate-Netzwerke 193,92 € 155,38 € +25%
Direktvermarktung 144,90 € 105,13 € +38%
Google Adsense 81,65 € 116,29 € -30%
Contaxe 2,75 € 4,35 € -37%
Summe 423,22 € 380,15 € +11%

Die in einigen Bereichen (vor allem bei Werbung, die per Klick vergütet wird) negative Veränderung im Februar hat mich so nicht überrascht: Da ich mehr als die Hälfte des Monats im Ausland war und in dieser Zeit nichts für meine Projekte tun konnte, sind die Besucherzahlen stark nach unten gegangen. Umso erfreulicher war dann, dass dort “fehlendes” Geld durch Direktvermarktung und Verkaufsprovisionen wieder ausgeglichen werden konnte.